Magnesium - ein Mineralstoff mit Powerpotential

wie man einen Magnesiummangel ausgleicht
Magnesiumreiche Lebensmittel

Magnesium ist ein sehr essentieller Mineralstoff für unseren Organismus. Dies zeigt die Tatsache, dass er wohl an mehr als 300 biochemischen Reaktionen in unserem Körper beteiligt ist!  U.a. sorgt er für die richtige Aufnahme und Verwertung von Calcium und Kalium und das Arbeiten bestimmter Enzyme.  Auch die Synthese bestimmter Proteine, also auch der Muskelaufbau, braucht Magnesium um zu funktionieren. Im Umkehrschluss heißt das, ist nicht genügend Magnesium im Körper vorhanden, laufen bestimmte Prozesse nicht oder nicht richtig ab, d.h. Du kannst einen Enzymmangel oder Calciummangel haben, weil Du eigentlich einen Magnesiummangel hast. 

Was leistet Magensium in unserem Körper?

  • es ist maßgeblich beteiligt an der Verdauung und  der Energieproduktion
  • es regelt den Stoffwechsel von  Fett und Kohlehydraten
  • es hat großen Einfluss auf Knochenstärke, Muskelkraft, Herzschlag und das Nervensystem
  • es regelt den Kalium-Natrium-Haushalt der Zellen und sorgt damit für einen reibungslosen Wasserhaushalt, ein ordnungsgemäßes funktionieren der Reizweiterleitung der Nervenzellen und eine ausreichende Energieproduktion innerhalb der Zelle
  • es aktiviert unzählige Enzyme in unserem Körper, die wiederum viele andere Prozesse steuern, vom Hormonsystem bis hin zur Gewichtsabnahme
  • es wirkt stark entzündungshemmend
  • es wirkt entgiftend

Auch geringfügige Mängel beeinflussen bereits all diese Abläufe.

Mangelsymptome

  • Erschöpfung, , Gedächtnisschwäche, Nervosität, Ruhelosigkeit, Ängste, Schlaflosigkeit, niedrige Stresstoleranz, Herzrasen
  • Unruhe, Hyperaktivität, AHDS, Reizbarkeit
  • Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Verspannungen, steife Muskeln, Kopfschmerzen, Migräne, Rückenschmerzen
  • Asthma
  • Arthritis, Arthrose
  • Krämpfe
  • Muskelzucken, Lidzucken
  • Arteriosklerose, Osteoporose, Bluthochdruck 
  • Nierensteine
  • PMS, starke Regelschmerzen
  • Verstopfung oder Durchfall im Wechsel
  • Diabetes
  • Karies
  • hormonelle Störungen, Unfruchtbarkeit

Wie kommt es zu Magnesiummangel  oder erhöhtem Bedarf?

Magnesium kann unser Körper nicht selbst herstellen, d.h. wir müssen es täglich über die Nahrung aufnehmen.

Es wird allgemein eine tägliche Zufuhr von 350-400mg für Erwachsene empfohlen. Die gängige Meinung ist, das über eine abwechslungsreiche Ernährung dieser Bedarf ausreichend gedeckt werden kann und ein Magnesiummangel eher selten ist. Aber stimmt das auch?

Forschungen haben gezeigt, dass das Gegenteil der Fall ist, und viele Menschen eher einen Mangel haben.

Doch woran liegt das?

Dafür sind gleich mehrere Faktoren verantwortlich.

  1. Stress: unsere heutige Lebensweise ist meist geprägt durch "Dauerstress". Stress verbraucht jedoch vermehrt Magnesium
  2. Das falsche Verhältnis von Magnesium und Calcium bzw. Calcium-Überschuss. Beide Mineralstoffe brauchen sich gegenseitig um vom Organismus aufgenommen und verarbeitet zu werden. Wichtig ist jedoch das Verhältnis zueinander von 2 Teile Calcium zu 1 Teil Magnesium. Liegt wesentlich mehr Calcium als Magnesium vor, kann der Körper es nicht verwerten, schlimmer noch, er scheidet es ungenutzt aus. 
  3. Sport: Muskeln verbrauchen Magnesium und über das Schwitzen verliert man auch Magnesium.
  4. Schwangerschaft und Stillzeit (erhöhter Bedarf)
  5. viel Koffein 
  6. hoher Konsum von tierischem Eiweiß (Diäten nach dem Lowcarb Prinzip)
  7. täglicher Konsum von raffiniertem Zucker und anderen isolierten Kohlenhydraten wie Weißmehl, weißer Reis
  8. Alkohol, Rauchen
  9. tägliches Trinken von koffeinhaltigen Soft-Getränken, die Phosphate enthalte. Diese binden Magnesium und machen es für den Körper unverwertbar.
  10. starkes Schwitzen
  11. gestörte Darmflora (ist die natürliche Bakterien-Flora gestört, können sich im Darm Pilze wie Candida albicans u.a. schädliche Organismen vermehren. Diese produzieren Toxine, die die Magnesiumaufnahme (auch andere!!) hemmen.
  12. Diuretika
  13. Cortison
  14. Pille
  15. Protonenpumpenhemmer
  16. Abführmittel
  17. Antibiotika  (Tetracycline)
  18. Hoher Cholesterin und Trigylcerid -Wert
  19. Übersäuerung: der Körper verwendet die basischen Mineralien Calcium und Magnesium zur Neutralisation und zieht sie aus allen körpereigenen Depots (s.a. Artikel über den Säure-Basen-Haushalt)
  20. ausgelaugte Böden, dadurch enthalten Obst oder Gemüse von Natur aus schon nicht mehr viel
  21. gleichzeitiger Mangel an Vitamin B1 und B6, Vitamin E, Zink und Selen. Diese Stoffe braucht Magnesium nämlich um zu funktionieren. Bei einer einseitigen Ernährung fehlen diese Stoffe meist, bzw,. sie gehen durch Kochen und Einfrieren verloren (mehr Rohkost!)

Zusammenfassend kann man also sagen, wir bekommen über die Nahrung zu wenig Magnesium und konsumieren Substanzen, die auch noch vermehrt Magnesium verbrauchen!

Wie decke ich meinen Magnesiumbedarf?

1. Stelle deine Ernährung auf eine gesunde, basenüberschüssige, ausgewogene Kost, möglichst biologisch, um.

2. Koche möglichst frisch und konsumiere täglich Rohkost.

3. Verzichte möglichst auf industriellen Zucker, Weißmehl, Milch- und Milchprodukte (Verhältnis Calcium/Magensium 30:1!)Fertigprodukte, Alkohol und  Nikotin. 

 

Magnesiumreiche Lebensmittel sind:

  • Gemüse (besonders grünes Blattgemüse), Früchte, Algen
  • Nüsse, Kerne, Samen (Mandeln, Cashews, Sesam, Kürbis- und Sonnenblumenkerne, Chia)
  • Amaranth, Quinoa, Hirse, Buchweizen
  • Kakao, zartbitter-Schokolade
  • getr. Feigen, Datteln, Aprikosen
  • Bananen
  • Vollkorn, Haferflocken
  • Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Kichererbsen)

Was kann ich bei einem Mangel oder bei erhöhtem Bedarf tun?

Der erste Schritt sollte natürlich immer über die Nahrung, also eine Ernährungsumstellung erfolgen. Besteht jedoch bereits ein Mangel oder erhöhter Bedarf, kann und sollte die Auffüllung über ein geeignetes Magnesium-Präparat erfolgen. Bei Menschen mit Unverträglichkeiten oder Darmerkrankungen kann die Auffüllung auch über die Haut erfolgen, wenn der Darm nicht genügend aufnehmen kann. Die Auffüllung sollte mindestens 2 Monate, besser 4 dauern um den Speicher zu füllen. Magnesium kann man kaum überdosieren, man merkt eine zu hohe Dosis meist direkt an auftretendem Durchfall. Dann muss man mit der Dosierung runter gehen.

Vorsicht ist jedoch geboten bei einen Nieren- oder Nebennierenschwäche. Dann sollte man Magnesium nur unter ärztlicher Aufsicht einnehmen.

Man kann auch einen Bluttest machen lassen. Dieser sollte jedoch immer im Vollblut erfolgen, da das Magnesium zu 95% in den Zellen und nicht im Zwischenzellraum ist. Jedoch kann auch ein solcher Test kein 100% richtiges Ergebnis liefern, denn zum einen können falsche Lagerung oder Transport das Ergebnis beeinflussen, zum anderen befindet sich nur ca. 1% des Magnesiums überhaupt im Blut, d.h. der Bluttest sagt nichts über die Versorgung des restlichen Körpers aus (Knochen, Gewebe),. 

Du interessierst Dich für eine optimal Magnesium- und Mineralstoffversorgung oder möchtest einen Mangel auffüllen? Dann hinterlasse mir gerne eine Nachricht.

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