Akne und Co. - wie die richtige Ernährung der Haut helfen kann

Akne und Ernährung
mit gesunder Ernährung gegen Akne

Und plötzlich geht es los. Über Nacht. Die Haut spielt verrückt. Sie ist fettig, großporig und in Gesicht, auf dem Rücken und dem Dekollete entstehen immer mehr Mitesser und Pickel, sogar kleine Geschwüre. Für viele Jugendliche aber auch Erwachsene beginnt eine jahrelange Leidensgeschichte und verzweifelte Suche nach Hilfe. Aggressive Gesichts-Reinigungsmittel kommen zum Einsatz, die die Haut oft zusätzlich austrocknen, oder es werden Salben und Medikamente verschrieben, auch Antibiotika gegen die Entzündungen.  

Oft ist der Erfolg jedoch nur mäßig...

Doch was passiert da eigentlich im Körper?

In der Haut sitzen die sogenannten Talgdrüsen. Bedingt durch Hormonschwankungen wie z.B. in der Pubertät, kann es zu stark überhöhter Talgproduktion kommen. Im Normalfall fließt dieser an der Hautoberfläche wieder ab.  Im Falle von Akne aber entsteht in den Poren auch noch vermehrt Hornmaterial. Die Pore verstopft, der Talg kann nicht abfließen und bestimmte Bakterien führen jetzt zu entsprechenden Entzündungen der Poren. 

Oft heißt es .."genetisch bedingt.." o.ä. Trotzdem kann man aber dafür sorgen, dass die Veranlagung nicht unbedingt zur Wirklichkeit wird, indem man ernährungsbedingte Ursachen beseitigt:

  1. Die Rolle des Blutzuckerspiegels:

       Für die erhöhte Talgproduktion sorgen männliche Hormone, die sogenannten Androgene. Diese werden umso mehr   

       produziert je höher der Blutzuckerspiegel und damit auch der Insulinspiegel ist.

       Zudem geht Akne auch mit einer erhöhten Zellteilung der Keratozyten (Oberhautzellen) einher.  

       Auch dieser Prozess wird durch einen ständig erhöhten Blutzucker-/Insulinspiegel begünstigt, da der Körper in der Folge 

       sogenannte Wachstumsfaktoren ausschüttet.

       Generell gilt ein dauerhaft erhöhter Insulinspiegel als entzündungsfördernd im Körper.

       

2. Übersäuerung:

    Die Haut ist ein Entgiftungsorgan, welches der Körper verstärkt nutzt, wenn die anderen Entgiftungszentralen wie Leber, Niere

    und Darm aufgrund von dauerhaft schlechter Ernährung, Stress o.ä. überlastet sind.

    Über die Haut versucht der Körper nun verstärkt Stoffwechselgifte auszuleiten. Dabei kommt es dann zu  Entzündungs-

    reaktionen auf der Oberfläche.

3. die Darmflora:

    Unser Darm spielt in Punkto Gesund eine sehr große Rolle. So unterstützt unsere Darmflora, also die Vielfalt an guten

    Bakterien, die auf der Darmschleimhaut leben, unser Immunsystem und unsere Verdauung, indem sie schädliche Stoffe 

    beseitigt, die Schleimhaut pflegt usw.

    Diese Flora ist jedoch häufig kaum noch vorhanden durch die häufige Einnahmen von Antibiotika oder ungesunder Ernährung

    (viel Zucker, Fast Food etc.). Jetzt sind Darm und Immunsystem schutzlos und die Folge sind u.a. verstärkte Entzündungen im

    Körper und ein schwankender Blutzuckerspiegel. Also wieder Faktoren, die unmittelbar verstärkend auf die Hautsituation

    wirken.

 

 

4. Milch und Koffein:

    Kuhmilch enthält für das Kälbchen vorgesehene wichtige Hormone und Wachstumsfaktoren.

    Genau diese treiben aber im Körper des Menschen die Androgen-Produktion und die vermehrte Zellteilung an. 

    Koffeinhaltige Getränke (Kaffee, Cola etc.) führen im Körper zur Ausschüttung bestimmter Stresshormone, die wiederum

    das empfindliche Gleichgewicht der Geschlechtshormone stören.

mit Ernährung gegen Akne
mit gesunder Ernährung gegen Akne und Hautkrankheiten

Wie kann ich also die Ernährung umstellen und die Haut wieder ins Gleichgewicht bringen?

  • Verzicht auf Milch und Koffeinhaltige Getränke
  • vitalstoffreiche entzündungshemmende Ernährung, Zufuhr wichtiger Omega-3-Fettsäuren
  • Blutzuckerregulierung durch Verzicht auf isolierte Kohlenhydrate und Verzehr geeigneter Nahrungsmittel 
  • Entsäuerung und Aufbau der Darmflora

Nicht alle Maßnahmen sind zwangsläufig erforderlich. Oftmals bringt schon die Umstellung der Ernährung über einen Zeitraum von 6-8 Wochen gute Erfolge.

Unterstützend von außen sollte eine basische Hautpflege angewendet werden. Gesichtsmasken mit Heilerde (z.B. Bentonit) können helfen. Auch entsprechende Heilkräuterteemischungen (z.B. Brennesselsamen)  können kurmäßig über mehrere Wochen angewandt werden.

In schlimmen Fällen sollte jedoch auch immer ein Hautarzt und eine erfahrene Kosmetikerin konsultiert werden.

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0